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    Jeremy Top 10 Rezensent

    Aktiv seit: 28. August 2010
    "Hilfreich"-Bewertungen: 17864

    Bitte beachten Sie

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    1544 Rezensionen

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    Triveni II

    Triveni II (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    05.11.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Von Satchmo bis Don Cherry

    Der Trompeter Avishai Cohen ist ein Tausendsassa! Als jüngster der phänomenalen Cohen-Geschwister (neben Anat, Klarinette/Tenorsax und Yuval, Sopransax), ist Avishai ein begnadeter Musikant. Und er gilt mit seinen erst 34 Jahren bereits als einer der respektiertesten Vertreter auf seinem Instrument. Nach einem vielbeachteten Auftritt beim Newport Jazzfestival legt das Trio "Triveni"(Cohen-tp, Omer Avital-b, Nasheet Waits-dm) nun seine 2. CD vor, angerichtet mit überschwänglicher Spielfreude und einem gehörigen Mass an jüdischer Chuzpe. Letztere braucht es, um ohne Unterstützung eines Harmonieinstrumentes fast die gesamte Jazztrompetentradition von Louis Armstrong bis Don Cherry, in einem auf CD-Länge reduzierten Crashkurs, handwerklich und künstlerisch gekonnt hinzuknallen. Oder um den Satiriker Eckhard Henscheid zu zitieren: "Doch, doch, heute ist wirklich alles erlaubt, heute goes wirklich anything".
    When Lights Are Low

    When Lights Are Low (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    05.11.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Der Desmond-Sound ohne Paul

    Der Altsaxofonist Paul Desmond (1924–1977),
    Komponist von Take Five, gilt bis heute als einer
    der grössten und bewegendsten Melodiker des
    Jazz. Seinen lyrisch verhangen-zarten Instrumentalklang
    erkennt sogar ein Laie nach wenigen Tönen.
    Desmonds Ton galt als nicht zu reproduzieren.
    Erstaunlich, dass der hier noch wenig bekannte
    deutsche Altsaxofonist Lorenz Hargassner nun
    den Desmond-Code überzeugend geknackt hat,
    um mit seinem Quartett «Pure Desmond» (Altsax,
    Gitarre, Bass, Drums) den unnachahmlichen Ansatz
    des Meisters in die Gegenwart zu verlängern,
    mit fünf Songs aus der Desmond-Ära, ergänzt
    durch fünf aktuellere Kompositionen.
    Noreia (Special Edition)

    Noreia (Special Edition) (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    24.10.2012
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    2 von 5

    Jazz oder no Jazz? – Das Samuel Rohrer Quartett polarisiert


    Man soll sagen was Gold ist und was Blech! So der Dichter Theodor Fontane. Die Musik des Drummers Samuel Rohrer polarisiert. Wer "Jazz" im Dunstkreis aktueller Popmusik bevorzugt, kann der CD "Noreia" bestimmt mehr abgewinnen, als der Jazzfreund, für den Swing, Interaktion, Melodik etc. noch immer ausschlaggebend sind, der ergo zu Prädikaten wie "Anything goes", postmodern, geschmäcklerisch, pretentiös greift und "Noreia" entsorgt als massgeschneiderten Soundtrack zu "Des Kaisers neue Kleider", als viel Lärm um nichts. Gold oder Blech? Die Frage bleibt. Und auch zu hoffen, dass die Musik des prominent besetzten Quartetts heiss diskutiert wird.
    Lights

    Lights (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.10.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Mit Spielwitz, Charme, Swing und Groove!

    Charly Antolini, Pierre Favre und Daniel Humair heisst das Triumvirat der grossen Scnweizer Drummer mit internationaler Ausstrahlung. Und weil der Spruch vom Propheten im eigenen Land auch für den Jazz gilt, emigrierte Humair von Genf nach Paris, wo er seither für Furore sorgt. Sein neuestes Projekt mit dem hochtalentierten Trompeter Nicolas Folmer ist konzipiert als musikalisches Ping-Pong-Spiel. Mit überbordendem Spielwitz, Groove und einem federnden Swing fliegen die Bälle zwischen Humair und Folmer hin und her, gestützt vom Pianisten Alfio Origlio und Laurent Vernerey, Bass. Ein geistreicher Spass für die Beteiligten, Zuhörer inklusive.
    Nicolas Folmer & Daniel Humair Project

    Folmer, Nicolas / Humair, Daniel
    Nicolas Folmer & Daniel Humair Project (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    10.10.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Mit Spielwitz, Charme, Groove und Swing!

    Charly Antolini, Pierre Favre und Daniel Humair heisst das Triumvirat der grossen Scnweizer Drummer mit internationaler Ausstrahlung. Und weil der Spruch vom Propheten im eigenen Land auch für den Jazz gilt, emigrierte Humair von Genf nach Paris, wo er seither für Furore sorgt. Sein neuestes Projekt mit dem hochtalentierten Trompeter Nicolas Folmer ist konzipiert als musikalisches Ping-Pong-Spiel. Mit überbordendem Spielwitz, Groove und einem federnden Swing fliegen die Bälle zwischen Humair und Folmer hin und her, gestützt vom Pianisten Alfio Origlio und Laurent Vernerey, Bass. Ein geistreicher Spass für die Beteiligten, Zuhörer inklusive.
    Solo

    Solo (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.10.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Jazzstandards neu ausgeleuchtet

    Lionel Hampton, Benny Golson, Dave Liebman heissen die bekanntesten Bandleader, die Roberta Piket als Pianistin verpflichteten. In der neunten CD unter eigenem Namen, ihrer ersten Solopianoeinspielung, besinnt sie sich auf ihre musikalischen Wurzeln. Jazzstandards von Monk, Ellington, Corea, Shorter, Marian McPartland u.a. werden auf überraschende Art neu ausgeleuchtet, wie man dies von Pikets Lehrern Fred Hersch und Richie Beirach kennt. Ergreifend der Song "Improvisation Blue" ihres Vaters Frederick Piket (1903-1974). Der jüdisch-liturgische Reformkomponist emigrierte 1933 von Wien nach New York, wo er mit Populärmusik etwas Sackgeld machte.
    Owls Talk

    Owls Talk (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.09.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Heiter-charmante musikalische Begegnungen

    "Das Verblüffende ist für jede Mode unerlässlich; der Stil, im Gegensatz zur Mode, verblüfft nicht." Das nach wie vor gültige Diktum des Schriftstellers Max Frisch liest sich wie das Programm zu einer vordergründig unspektakulären CD mit drei gestandenen Stilisten, einer Newcomerin und viel musikalischem Charme. Die Einspielung vom Dezember 2009 ist der französischen Tenor- und Sopransaxophonistin Alexandra Grimal zu verdanken, die damit ihren 2-jährigen New-York-Aufenthalt mit einem grossartigen künstlerischen Höhepunkt beschloss. Lee Konitz(as), Gary Peacock(b) und Paul Motian(dm) liessen sich von Grimal ins Studio locken zu einer leichtfüssigen Session mit 15 Quartett-, Trio- und Duobegegnungen. Und das Resultat tönt tatsächlich so luftig-heiter und unprätentiös wie das im CD-Titel angedeutete Vogelgezwitscher.
    Claroscuro

    Claroscuro (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.09.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Mit Charisma, Charme und "joie de vivre"

    Anat Cohen müsste es als Jazzmusikerin besonders schwer haben: Sie ist eine Frau, ist US-Immigrantin aus Israel und sie spielt als Klarinettistin ein aus der Mode gekommenes Instrument. Und dennoch gilt das charismatisch-fröhliche Energiebündel als die ganz grosse Hoffnungsträgerin der Szene. Kontrastreiches Worldjazz-Programm mit pfiffigen Rückgriffen auf Ohrwürmer wie Louis Armstrongs "La Vie en Rose", Artie Shaws "Nightmare" und Abdullah Ibrahims "The Wedding", dazu Songs aus Kuba und Brasilien. So unterhaltsam kann aktueller Jazz sein! Eine tolle Einspielung!
    Small Places

    Small Places (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    28.09.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Spielerische Irritationen-absolut spannend!

    Bassist Michael Formanek und sein Altsaxophon-spielender Kollege Tim Berne tüfteln seit mehr als 20 Jahren an neuen Improvisationsformen des Jazz. "Small Places" führt Formaneks produktive und reflektive Arbeit von "The Rub and the Spare Change" überzeugend fort: Ehrlicher, geradliniger, anspruchsvoller aktueller Jazz im Spannungsfeld von Wohlklang und Störung, von Ordnung, Tradition und deren Infragestellung.
    Side By Side (Sondheim Duos)

    Side By Side (Sondheim Duos) (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    17.09.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Stephen Sondheims Songs und der Jazz

    Der 82-jährige Stephen Sondheim gilt unbestritten als der grösste unter den noch lebenden Musicalkomponisten in der Tradition von Gershwin, Porter, Bernstein u.v.a. Anders als bei seinen Vorgängern haben es allerdings erst wenige von Sondheims Songs ins Jazzrepertoire geschafft. Der renommierte Washingtoner Bassist Tommy Cecil und sein gewiefter Pianopartner Bill Mays haben sich nun aufgemacht und schicken neun melodisch und harmonisch äusserst reizvolle Sondheim-Titel in die Vernehmlassung. Die gelungene Premiere ist eine Sternstunde des kammermusikalischen Jazz mit faszinierenden musikantischen Duetten (und Duellen!) zweier Jazzstilisten.
    Drum Music

    Drum Music (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    03.09.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein berührender Tribut !

    Paul Motian(1931-2011) war ein grosser Jazzschlagzeuger, originell und eigensinnig. Seine Aufnahmen mit Bill Evans, Keith Jarrett, Paul Bley, George Russell u.a. sind eiserner Bestand jeder Jazzdiskothek. Wie als Drummer, gehört er auch als Komponist zur bedrohten Art der "pro specie rara". Russ Lossing, während 12 Jahren Motians bevorzugter Pianopartner, ist wie kein anderer berufen, Motians anregend unkonventionelles kompositorisches Schaffen auszuloten. In "Drum Music" verankert er in einem verblüffenden Solorezital 10 Motian-Kompositionen auf improvisatorisch bestechende Art zwischen aktuellem Jazz und zeitgenössisch tonaler Konzertmusik.
    Our Thing

    Our Thing (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    28.08.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Geschmeidig-warmer Gitarrenjazz

    Gitarrist Roni Ben-Hur ist ein nach Israel emigrierter Tunesier, Bassist Santi Debriano stammt aus Panama und Drummer Duduka Da Fonseca ist Brasilianer. Was auf den ersten Blick wie Multikulti-Allerweltsjazz aussehen mag, erweist sich als aktueller Mainstreamjazz vom Feinsten. Kein Wunder, die drei bekannten Spitzenjazzer sind allesamt seit mehr als 30 Jahren in der New Yorker Szene aktiv. Aber die geographische Herkunft ist dennoch Programm ihrer Musik: ein Songbookstandard, eine Monk-Komposition, zwei Bossas von Antonio Carlos Jobim und sieben gelungene Originals in einer warmen, geschmeidigen, kunstvollen und unaufgeregten Interpretation.
    New York Attitude

    New York Attitude (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    22.08.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    2 von 5

    Aus zweiter Hand

    "Erena Terakubo with Legends" nennt die kaum 20-jährige Altsaxophonistin ihre CD, die sie mit den Jazzveteranen Kenny Barron (piano), Ron Carter (bass), Lee Pearson (drums) und dem jungen Trompeter Dominick Farinacci eingespielt hat. Handwerklich untadelig, aber künstlerisch belanglos und unoriginell, wie man dies von japanischen Jazzmusikern leider gewohnt ist, bedient sich Terakubo fast durchwegs aus dem Fundus von Phil Woods und Cannonball Adderley. Eigenes hat das Wunderkind, mehr Kind als Wunder, wenig zu bieten. Und die gestandenen Jazzakkordarbeiter liefern routiniert ab, was man von ihnen erwarten durfte, für ein bestimmt fürstliches Handgeld.
    Sleeper: Live Tokyo 1979

    Sleeper: Live Tokyo 1979 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.08.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Der Jazzhammer der Saison

    Für den ECM-Produzenten Manfred Eicher kommt Qualität vor Aktualität. Und der erst jetzt veröffentlichte Konzertmitschnitt aus Tokyo mit dem "europäischen Keith Jarrett Quartett" von 1979 beweist aufs Schönste, dass Sternstunden des Jazz kein Verfalldatum haben. Quirlige Agilität, eine unbändige Spiel – und Risikofreude, Spontaneität, schwindelfreie improvisatorische Höhenflüge und ein Repertoire mit sieben geradezu genialen Jarrett-Kompositionen lassen die Musik von Pianist Jarrett und seinen vier skandinavischen Kollegen noch heute moussieren wie Sauser im Stadium. Diese Einspielung gehört in die Sammlung jedes Jazzfreundes!
    Silent Movie

    Silent Movie (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    06.08.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Mit Talent, Geschmack und Eigensinn

    Die kanadisch-griechische Sängerin Melissa Stylianou gilt als Senkrechtstarterin. Erst brachte sie es mit ihrer CD "Silent Movie" in der Fachzeitschrift "Down Beat"(Juni 2012) auf sensationelle 4½ von maximal 5 Sternen – eine kleine Sensation! Darauf schaffte sie es in die vordersten Ränge der neuen Talente im db–Kritikerpoll. Dabei ist Stylianou keine Jazzsängerin traditionellen Zuschnitts. Ihr CD-Repertoire ist eine Wundertüte mit Jazzstandards und Songs von Johnny Cash, Paul Simon, James Taylor u.a., hervorragend produziert und arrangiert von Oded Lev-Ari, einem Newcomer, dessen Namen man sich merken muss. Eingespielt mit einem Ensemble von 7 Jazzmusikern der jungen Generation, Gitarrist Pete McCann, Anat Cohen(Klarinette, Sopransax) u.a.
    The Duke

    Joe Jackson
    The Duke (CD)

    1 von 5 Sterne Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    19.07.2012
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    1 von 5

    Pop goes Jazz - Joe Jackson lädt zum Ellington-Grümpelturnier



    "The Tribut Album to Jazz Icon Duke Ellington", so etikettiert Joe Jackson, britischer Popsänger, Keyboarder, Arrangeur und Produzent in Personalunion, sein Machwerk für den unbestritten bedeutendsten Jazzmusiker. 13 Ellingtonklassiker werden vom punkto Jazz hörbar talentfreien und völlig ahnungslosen Pop-Hansdampf in einem kitschtriefenden Synthesizer- und Streicherschwulst ertränkt, verkaufsfördernd "aufgepeppt" von Popikonen wie Steve Vai, Sharon Jones, Iggy Pop u.a. Fazit: Schwamm drüber! resp. schlimmer geht's nimmer!
    Soul Shelter

    Soul Shelter (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.07.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Bojan Z, temperamentvoller Solopianist jenseits von Keith Jarrett



    Doch, doch, die Pianisten gibt es, welche ihr Handwerk ebenso beherrschen wie der etwas in die Jahre gekommene Maestro in seinen feierlichen Egokult-Andachten. Der in Paris ansässige Serbe Bojan Zulfikarpašić, Kurzform Bojan Z, ist zwar (noch) kein Kultpianist, improvisiert aber atemberaubend farbig, ideenreich und zündet auf "Soul Shelter" ein Feuerwerk aus unerhörten Klangfarben und temperamentvollen Balkanrhythmen, aufgenommen im Vorführsaal des italienschen Formel-1-Flügelbauers Fazioli.
    Sambz Jazz - Jazz Samba

    Sambz Jazz - Jazz Samba (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    16.07.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Duduka Da Fonseca mit Anat Cohen – Aktueller Sambajazz made in New York



    Bossa Nova, die künstlerisch und merkantil höchst erfolgreiche musikalische Fusion von brasilianischer Samba und Cooljazz, hat den Jazz vor 50 Jahren wieder tanzbar gemacht. Dass sich auch aktueller Post- und Freebop mit komplexen Sambarhythmen kreuzen lässt, ist zu einem grossen Teil das Verdienst des faszinierenden brasilianischen Drummers Duduka Da Fonseca, seit 40 Jahren unbestrittener Experte des Sambajazz in der New York Szene. Die neueste Einspielung mit seinem famosen Quintett, dem u.a. Pianist Helio Alves, Gitarrero Guilherme Monteiro und die junge, temperamentvolle Anat Cohen (Klarinette, Tenorsax) angehören, hat das Zeug zur Referenzaufnahme.
    Live At Voce

    Live At Voce (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.07.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Das Comeback von Steve Gadd – Let the good times roll!



    Steve Gadd, als Kultdrummer einer der Ueberväter des verdämmernden Fusion- und Electricjazz, meldet sich zurück in alter Frische, einem vollen Mass an Groove, Swing und rhythmischer Raffinesse, gepaart mit viel Dynamik und geradezu unbändiger Spielfreude. Der Livemitschnitt aus einem Musikrestaurant wird alle Freunde der Drums-Orgel-Gitarren-Saxophon-Tradition regelrecht vom Stuhl reissen mit 8 Klassikern aus dem Souljazz-Repertoire. Mit den bekennden Obergroovern Joey DeFrancesco(Orgel und Trompete), Gitarrist Paul Bollenback und dem Baritonsaxophonisten Ronnie Cuber hat sich Gadd eine Supercombo für sein Comeback auf der Funkjazzszene geholt.
    Live At Voce

    Live At Voce (CD)

    4 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern
    16.07.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    4 von 5

    Das Comeback von Steve Gadd – Let the good times roll!



    Steve Gadd, als Kultdrummer einer der Ueberväter des verdämmernden Fusion- und Electricjazz, meldet sich zurück in alter Frische, einem vollen Mass an Groove, Swing und rhythmischer Raffinesse, gepaart mit viel Dynamik und geradezu unbändiger Spielfreude. Der Livemitschnitt aus einem Musikrestaurant wird alle Freunde der Drums-Orgel-Gitarren-Saxophon-Tradition regelrecht vom Stuhl reissen mit 8 Klassikern aus dem Souljazz-Repertoire. Mit den bekennden Obergroovern Joey DeFrancesco(Orgel und Trompete), Gitarrist Paul Bollenback und dem Baritonsaxophonisten Ronnie Cuber hat sich Gadd eine Supercombo für sein Comeback auf der Funkjazzszene geholt.
    Live At Art D'Lugoff's Top Of The Gate 1968

    Live At Art D'Lugoff's Top Of The Gate 1968 (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    30.06.2012
    Klang:
    4 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Meilenstein des Pianotriojazz nach 44 Jahren erstmals veröffentlicht

    Dieser Live-Mitschnitt einer Radioübertragung mit dem Bill Evans Trio zirkulierte bisher nur auf suboptimal kopierten Tonbandkassetten. Die seit der Aufnahme vom 23.Oktober 1968 als verschollen geglaubten Originaltonbänder aus dem New Yorker Jazzclub "Top Of The Gate" wurden gefunden und vom Kleinstlabel "Resonance Records" als liebevoll gestaltete Doppel-CD herausgebracht. Das Trio mit dem Bassvirtuosen Eddie Gomez zeigt sich hörbar inspiriert und stimuliert vom neuen Drummer Marty Morell, der nach dem Ausscheiden seiner prominenten Vorgänger "Philly" Joe Jones und Jack DeJohnette die schwierige Nachfolge mit grösster Bravour meisterte.
    Solo

    Solo (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.06.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Ein wunderbar austariertes Piano-Solo-Rezital

    Lynne Arriale hat sich in wenigen Jahren in die oberste Liga der Jazzpianisten gespielt. Umso erstaunlicher, dass sie dabei kaum je in einer andern Band als Begleiterin von Jazzkoryphäen in Erscheinung trat, sondern beharrlich ihr eigenes Trio und neuerdings Quartett leitete. Auf ihre erste Soloeinspielung mussten wir lange warten. "Solo" deckt mit seinen 12 Kompositionen ein enorm weites Spektrum ab, das perfekt Arriales ebenso breites und durchaus eklektisches Interesse im Umfeld von Jazzstandards (Th. Monk, Cole Porter, Lerner & Lowe, Billy Joel) und "Originals" absteckt. Die 7 Arriale-Tunes sind melodisch und harmonisch wunderbar ausgetüftelte Preziosen, die nicht nur auf Arriales geradezu enzyklopädische Kenntnis der Jazzpianotradition verweisen, sondern auch ihre langjährigen Studien der klassischen, spätromantischen und impressionistischen Klavierliteratur eindrücklich reflektieren.
    Wisteria

    Wisteria (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    09.06.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    5 von 5

    Austariert, elegisch und mit Eleganz

    Pianist Steve Kuhn pflegt einen multipolaren Ansatz, der ihm den Zugang zu vielen Segmenten der fraktionierten aktuellen Jazzszene offen hält: Der Jazzstandards-Kuhn mit David Finck(b) und Billy Drummond(dm) findet sich auf dem japanischen Label "Venus", Straight-ahead-Swinger Kuhn mit Ron Carter(b) und Al Foster(dm) auf "Blue Note", und der vorwiegend elegant-elegisch-austarierte Mr. Rubato-Kuhn auf ECM, mit David Finck(b) resp. Steve Swallow(e-b) und Drummer Joey Baron. "Wisteria", CD-Titel und zugleich eine Komposition von Art Farmer, verweist auf die 50-jährige musikalische Verbundenheit von Kuhn und Swallow seit ihren Tagen im legendären Quartett des Trompeters. Die vorliegende Trio-Einspielung ist allerdings kein Rückgriff auf Nostalgisches. Mit neueren Kompositionen von Kuhn, Swallow und Carla Bley setzt das Steve Kuhn ECM-Trio eine überzeugende Wegmarke im inflationär aufgeblasenen aktuellen Pianotrio-Boom.
    Alma

    Alma (CD)

    2 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern Inaktiver Stern
    03.06.2012
    Klang:
    5 von 5
    Musik:
    2 von 5

    Kaugummi für dei Ohren

    Das Rezept ist einfach: Man komponiere ein Dutzend eingängige, melancholisch angehauchte Songs à la Miles Davis, unterlege diese mit eher simpel gestrickten Grooves – und fertig ist der perfekte Partyjazz! Die mit viel Elektronik weichgespülte Backgroundmusik mit Paolo Fresu (Trompete, Loops etc.), dem kubanischen Keyboarder und selbsternannten Musikschamanen Omar Sosa und dem Brasilianer Jacques Morelenbaum (Cello) ist seichter Worldjazz ohne Ecken und Kanten, die CD verpackt samt grauslichem Coverbild (ein bluttriefendes Löcherbecken, gefüllt mit 3 abgeklemmten Herzen!).
    Twin Bill: Two Piano Music Of Bill Evans

    Twin Bill: Two Piano Music Of Bill Evans (CD)

    5 von 5 Sterne Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern Aktiver Stern
    27.05.2012

    Faszinierende pianistische Selbstgespräche

    Pianist Alan Pasqua, vor Jahren von New York nach Los Angeles disloziert, erweist mit der CD "Twin Bill" seinem Inspirator Bill Evans die Referenz. 11 Kompositionen, darunter 7 Evans-Originals, wurden von Pasqua erst unbegleitet eingespielt, dann auf einer zweiten Tonspur pianistisch kommentiert: Faszinierende und immer transparente musikalische Selbstgespräche am Flügel, die an Evans' legendäre "Conversations with Myself", "Further Conversations" und "New Conversations" erinnern, zum Vorbild dank Pasquas eigenständigem improvisatorischen Ansatz aber Distanz halten und Pasquas eigene pianistische Lesart präsentieren. Eine der schönsten Pianoeinspielungen von 2011. Wärmstens empfohlen!
    1426 bis 1450 von 1544 Rezensionen
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